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Zurück in Uji, Kyoto, Japan – Frühling 2026

Uji Matcha im Jahr 2026: Tradition, Handwerk und handgepflückter Samidori

Als wir 2024 zum ersten Mal nach Uji reisten, um unseren Matcha Ceremonial Grade Uji Samidori Hand Plucked auszuwählen, trafen wir einen Vater und seinen Schwiegersohn, die sich bewusst für den anspruchsvolleren Weg entschieden haben. Hinter ihnen liegen sechs Generationen Teeanbau - und noch immer wird von Hand gepflückt und biologisch angebaut. Die Familie baut nur den Kultivar Samidori an. Ausschlaggebend für die Wahl war sein Charakter in der Tasse. Schon damals nahm die Nachfrage nach Matcha stetig zu. Die Familie blieb ihrem Handwerk treu, auch als sich die Branche in eine andere Richtung bewegte. Und man spürt sofort: Sie lieben, was sie tun.

 

True Matcha in Uji tea farmers - father and son-in-law duo

new tencha plants going in for matcha production

 

Eine Erinnerung an unseren Besuch im Jahr 2024 ist uns besonders geblieben: die jungen Pflanzen, die damals gerade erst gesetzt worden waren. Zwei Jahre später zurückzukehren und zu sehen, wie gut sie angewachsen sind und sich entwickelt haben, hat uns sehr gefreut. Im Teeanbau denkt man in langen Zeiträumen. Die Familie befindet sich mitten im Übergang zur vollständigen Bio-Zertifizierung – ein Prozess, der in Japan nach unserer Erfahrung fünf Jahre konsequenter Arbeit erfordert, bevor das Zertifikat erteilt wird.

 

shading options for producing matcha

straw shading for matcha

 

Die beschatteten Teegärten gehören bis heute zu den prägendsten Bildern Ujis. Während unseres Besuchs wurde gerade die traditionelle Strohabdeckung angebracht, die das Sonnenlicht reduziert und den Blättern ihre intensive Farbe und ausgeprägte Süsse verleiht. Es ist eine aufwendige, saisonale Arbeit. Sie mit eigenen Augen zu sehen, vermittelt ein tiefes Verständnis dafür, woher der besondere Charakter dieser Tees stammt.

Markus pflegt diese Beziehung seit unserem ersten Besuch kontinuierlich. Am deutlichsten verändert hat sich dabei die Art der Gespräche. Sie sind weniger geschäftlich geprägt und deutlich partnerschaftlicher geworden. Es geht um Kultivare, Erntebedingungen, die feinen Unterschiede zwischen einzelnen Jahrgängen, die Entwicklung des Marktes und die Frage, was diese Veränderungen für Produzenten bedeuten, die sich bewusst gegen den einfacheren Weg entschieden haben. Genau diese Gespräche ermöglichen es uns, mit echter Überzeugung hinter einem Tee zu stehen.

 

matcha shading with straw

 

Samidori bleibt das Herzstück dessen, was diese Familie produziert. Die Gründe dafür sind nachvollziehbar: Im Vergleich zu vielen anderen Kultivaren lässt sich Samidori etwas leichter pflücken. In der Tasse zeigt er eine leuchtende, satte Farbe und eine unverkennbare Süsse. Doch auch hier ist die Pflückung aufwendig. Für unsere handgepflückte Platinum Collection arbeiten vierzig Pflückerinnen und Pflücker einen ganzen Monat lang in Schichten von sechs Uhr morgens bis sechs Uhr abends in den Teegärten. Die Blätter werden bei jedem Arbeitsschritt von Hand ausgewählt. Diesen Aufwand nimmt die Familie in Kauf, weil ihr das Ergebnis wichtig ist, und das seit sechs Generationen.

Schon der Name hat etwas Poetisches. Samidori ist ein altes japanisches Wort für den ersten Monat des traditionellen Mondkalenders - die Zeit, in der das frische Grün des Frühlings erscheint. In der Tradition der japanischen Teezeremonie gilt es zudem als saisonaler Begriff, der den Beginn des Frühlings und die Lebendigkeit der neuen Jahreszeit symbolisiert.

 

tencha growing under straw shade for matcha

 

Das Ergebnis ist unser Matcha Ceremonial Grade Uji Samidori  Hand Plucked, Teil der Platinum Collection.

 

AVANTCHA founder Markus in Japanese tea gardens in Uji looking for best Matcha in Uji

directly sourced japanese matcha

 

Die Herausforderungen, vor denen Uji heute steht, unterscheiden sich deutlich von jenen vor zehn Jahren. Die Nachfrage war nie höher. In ganz Japan stellen immer mehr Teegärten ihre Produktion von Sencha auf Tencha um, um dieser Entwicklung gerecht zu werden, während gleichzeitig neue Verarbeitungsanlagen entstehen.

Trotzdem zeigen Produzenten wie diese Familie, dass Qualität nicht das Ergebnis von Grösse ist. Sie entsteht durch Geduld - und durch Menschen, die genau wissen, was ihnen wichtig ist.

Unser Besuch in Uji in diesem Jahr hat uns daran erinnert, dass die bemerkenswertesten Tees nur selten durch Skalierung entstehen. Sie sind das Ergebnis von Geduld, Erfahrung und Menschen, die ihre Arbeit mit Sorgfalt und Hingabe ausführen.

Während die weltweite Nachfrage nach Matcha weiter wächst, sind wir überzeugt, dass genau diese Eigenschaften wichtiger sind denn je. Deshalb freuen wir uns sehr, die Arbeit dieser Familie weiterhin im Rahmen unserer Platinum Collection teilen zu dürfen.

 

sencha production in uji

 

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