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Die Wahrheit über irreführend vermarkteten Matcha

Matcha hat sich in kürzester Zeit zu einem weltweiten Trend entwickelt – von Lattes und Smoothies bis hin zu Kosmetik und Nahrungsergänzungsmitteln. Doch mit der steigenden Nachfrage haben auch Verwirrung und Fehlinformationen zugenommen. Bei AVANTCHA stehen Transparenz, Qualität und Wissen im Mittelpunkt. Hier erfahren Sie, was Sie über die häufig irreführende Vermarktung von Matcha wissen sollten und was Matcha in Ceremonial Grade wirklich auszeichnet.

1. Es gibt kein offizielles Klassifizierungssystem

Beginnen wir mit einer einfachen Tatsache: Für Matcha gibt es kein international anerkanntes Klassifizierungssystem. Bezeichnungen wie «Ceremonial Grade» oder «Premium Grade» sind nicht reguliert. Das bedeutet, dass grundsätzlich jede Marke diese Begriffe verwenden kann – unabhängig von der tatsächlichen Qualität.

Dies kann zu irreführenden Bezeichnungen und erheblichen Qualitätsunterschieden zwischen Produkten führen. Für Käufer ist es daher wichtig, über reine Marketingbegriffe hinauszublicken und zu verstehen, welche Faktoren die Qualität eines Matchas tatsächlich bestimmen.

2. Wenn Bio, dann mit Nachweis

Eine Bio-Zertifizierung ist aussagekräftig – vorausgesetzt, sie ist entsprechend belegt. Wird ein Matcha als Bio bezeichnet, sollten Marken einen entsprechenden Zertifizierungsnachweis vorlegen können, idealerweise von einer anerkannten Stelle in Japan, der EU oder beiden.

Hochwertigen Bio-Matcha zu produzieren, ist anspruchsvoll, insbesondere in Verbindung mit traditionellen Anbaumethoden. Es lohnt sich daher, nach den entsprechenden Nachweisen zu fragen.

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3. Handgepflückter Matcha sollte sich im Preis widerspiegeln

Das Pflücken der Teeblätter von Hand ist ein arbeitsintensiver Prozess, der viel Erfahrung und Präzision erfordert. Wenn eine Marke angibt, dass ihr Matcha handgepflückt ist, sollte sich dies sowohl in der Komplexität des Geschmacks als auch im Preis widerspiegeln.

Der höhere Preis steht für diese besondere Sorgfalt: Erfahrene Pflücker wählen von früh bis spät ausschliesslich die jüngsten und zartesten Blätter aus und vermeiden dabei Stiele und Blattadern. Diese Präzision zeigt sich unmittelbar im Geschmack – aussergewöhnlich süss, reich an Umami und angenehm weich.

Unser Matcha Ceremonial Grade Uji Samidori Hand Plucked ist beispielsweise 240 % teurer als unser Matcha Ceremonial Grade Yame Yabukita. Da die Handlese in Japan heute äusserst selten ist, sollte ein solcher Matcha bewusst pur genossen werden, anstatt ihn als Zutat zu verwenden. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Beitrag Auf der Suche nach echtem Matcha in Uji, Japan.

4. Was zeichnet «Ceremonial Grade» tatsächlich aus?

Da die Bezeichnung «Ceremonial Grade» nicht offiziell reguliert ist, möchten wir erläutern, was sie bei AVANTCHA unserer Ansicht nach bedeuten sollte – basierend auf authentischen japanischen Anbau- und Produktionsmethoden sowie den dahinterstehenden Prinzipien.

Auf Steinmühlen vermahlen: Hochwertiger Matcha sollte langsam auf traditionellen Granitsteinmühlen vermahlen werden. Dieses schonende Verfahren schützt die empfindlichen Aminosäuren und sorgt für eine besonders feine, seidige Textur.

Eine traditionelle Matcha-Steinmühle, auf Japanisch Chausu genannt, arbeitet äusserst langsam und präzise. Sie wurde speziell dafür entwickelt, aus Tencha – getrockneten Grünteeblättern, deren Blattadern entfernt wurden – hochwertiges, ultrafeines Matcha-Pulver herzustellen. Eine einzige Mühle produziert pro Stunde lediglich etwa 30–40 Gramm Matcha, also rund ein Gramm alle zwei Minuten.

Dieses Verfahren ist ausserordentlich langsam. Wenn FMCG-Marken behaupten, ihr Matcha sei auf Steinmühlen vermahlen, nehmen sie es entweder mit der Wahrheit nicht ganz genau oder investieren sehr viel Zeit und Geld in entsprechende Mühlenkapazitäten. Müsste sich das nicht im Preis widerspiegeln? Wer weiss, worauf zu achten ist, kann die Rechnung leicht nachvollziehen.

Nur die erste Ernte: Matcha von höchster Qualität wird aus der ersten Pflückung der Saison hergestellt, die in der Regel zwischen April und Mai stattfindet. Diese Blätter enthalten mehr L-Theanin und Chlorophyll und verleihen dem Matcha sein charakteristisches Umami und seine leuchtend grüne Farbe.

Geschmacksprofil: Ceremonial Grade Matcha sollte sich auszeichnen durch:

  • Ausgeprägtes Umami
  • Ausgewogene Süsse
  • Komplexe pflanzliche Noten

Fehlen diese Eigenschaften, entspricht der Matcha aus unserer Sicht nicht den Ansprüchen an einen echten Ceremonial Grade.

5. Der Preis von Kompromissen bei der Qualität

Matcha, der nicht ausreichend beschattet angebaut oder unsachgemäss gelagert wird, verliert schnell an Farbe, Frische und Geschmack. Das Ergebnis ist häufig ein matter, bitterer und oxidierter Matcha, der sich weder für Getränke noch für eine hochwertige kulinarische Verwendung eignet.

Deshalb bezieht AVANTCHA Matcha ausschliesslich von erfahrenen, kleineren Produzenten in Japan, die nach strengen Anbaumethoden arbeiten. Vom Teegarten bis zur luftdicht verschlossenen Dose behandeln wir unseren Matcha mit grösster Sorgfalt, denn wir wissen: Qualität lässt sich nicht vortäuschen.

Auch guter Matcha kann durch falsche Lagerung verderben. Ohne Schutz vor Luft, Wärme und Licht geht die Frische verloren und damit auch der Kunde. Erfahren Sie hier mehr über die vier grössten Matcha-Fehler, die in der Branche oft unbemerkt gemacht werden.

Zusammenfassung

Wenn eine Matcha-Marke Qualität ernst nimmt, sollte sie diese auch transparent belegen können. Achten Sie auf:

  • Nachvollziehbare Herkunft und Ernte
  • Bio-Zertifizierungen, sofern entsprechend ausgewiesen
  • Matcha aus der ersten Ernte, traditionell auf Steinmühlen vermahlen
  • Transparente Preisgestaltung und fundierte Informationen

Bei AVANTCHA verkaufen wir nicht nur Matcha. Wir schützen sein kulturelles Erbe und laden Sie ein, den Unterschied selbst zu schmecken.

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